EuroWire , Ottawa : Kanada sendet ein klares und einheitliches Signal an die Öffentlichkeit, dass amerikanische Besucher weiterhin willkommen sind, während US-Tourismusbeamte in einigen Regionen einen zurückhaltenderen Ansatz verfolgen, um das angespannte Verhältnis zum grenzüberschreitenden Reiseverkehr zu verbessern. Dieser Kontrast wird durch offizielle Tourismusmitteilungen, Marketingkampagnen und öffentliche Stellungnahmen kanadischer Reiseziele immer deutlicher, während ausgewählte US-Regionen ihre Bemühungen um kanadische Reisende angesichts der anhaltenden diplomatischen und handelspolitischen Spannungen zwischen den beiden Ländern reduziert oder ganz eingestellt haben.

Die kanadischen Tourismusbehörden auf Bundes- und Provinzebene haben ihre Bemühungen um Reisen aus den USA mit Werbekampagnen, Öffentlichkeitsarbeit und gezielten Maßnahmen fortgesetzt, um amerikanischen Reisenden Sicherheit zu vermitteln. Die Tourismusverantwortlichen betonten die offene Einreise, die vertrauten Einreiseverfahren und die wirtschaftliche Bedeutung der US -Besucher, die nach wie vor einen der größten Quellmärkte für kanadischen Tourismus darstellen. Die Kommunikation konzentrierte sich dabei auf Kontinuität und Gastfreundschaft statt auf den politischen Kontext und spiegelte damit den pragmatischen Fokus auf die Aufrechterhaltung des Tourismus wider.
Im Gegensatz dazu haben einige US-Reiseziele, die zuvor stark von kanadischen Besuchern abhängig waren, ihre Marketingaktivitäten nördlich der Grenze reduziert. Lokale Tourismusbehörden in bestimmten Bundesstaaten und Ferienregionen bestätigten Kürzungen der Werbeausgaben für Kanada und beschrieben ihre aktuelle Haltung eher als eine Pause denn als eine aktive Strategie der Kundenbindung. Diese Veränderungen erfolgten vor dem Hintergrund eines Rückgangs der kanadischen Auslandsreisen in die USA im Vergleich zum Niveau vor den Spannungen.
Reisedaten der letzten Monate zeigen, dass sich der grenzüberschreitende Tourismus von den durch Handelsstreitigkeiten, diplomatische Differenzen und veränderte öffentliche Stimmungen verursachten Störungen noch nicht vollständig erholt hat. Obwohl die Einreisebestimmungen zwischen den beiden Ländern weitgehend unverändert geblieben sind, zeigt sich das Reiseverhalten durch Vorsicht und Selektivität. Kanadische Tourismusunternehmen haben versucht, die Unsicherheit durch verstärkte Kommunikation auszugleichen, die Sicherheit, Erreichbarkeit und die etablierte Reiseinfrastruktur für US-Besucher hervorhebt.
Kanada hält die Beziehungen aufrecht, während die US-Regionen ihre Ausrichtung neu ausrichten.
Die kanadische Bundesregierung und Tourismusorganisationen haben Änderungen an Visa- und Einreisebestimmungen vermieden und stattdessen auf klare und einheitliche Kommunikation gesetzt. Kampagnen hoben die wichtigsten Städte, Nationalparks und kulturellen Attraktionen hervor und positionierten das Land als stabil und gastfreundlich. Branchenvertreter betonten, dass amerikanische Reisende einen erheblichen Anteil der Tourismuseinnahmen generieren und so die Beschäftigung im Transport-, Gastgewerbe- und Dienstleistungssektor sichern.
Die US-Tourismusbehörden haben noch keine formellen Änderungen ihrer Richtlinien für kanadische Reisende angekündigt, und die Einreisebestimmungen für Kurzaufenthalte bleiben bestehen. Die Entscheidung einiger Reiseziele, ihre Marketingaktivitäten einzuschränken, hat jedoch zu uneinheitlichen Erholungsverläufen beigetragen. Analysten, die die Tourismusströme beobachten, berichten, dass die geringere Transparenz die Reiseplanung beeinträchtigen kann, insbesondere für Freizeitreisende, die auf Werbung und saisonale Angebote angewiesen sind.
Der grenzüberschreitende Tourismus ist für beide Länder weiterhin von großer wirtschaftlicher Bedeutung und stützt Fluggesellschaften, Hotels, Restaurants und lokale Unternehmen. Vor den jüngsten Spannungen fanden jährlich Millionen von Reisen in beide Richtungen statt, wobei Reisende oft mehrmals im Jahr die Grenze überquerten. Branchenverbände beiderseits beobachten weiterhin die Buchungszahlen und das Grenzverkehrsaufkommen, um Anzeichen für eine Stabilisierung oder weitere Anpassungen festzustellen.
Wirtschaftliche Verflechtungen prägen die Reisekommunikation
Kanadische Tourismusverantwortliche haben betont, dass der zwischenmenschliche Reiseverkehr weiterhin unabhängig von Handelsverhandlungen und diplomatischen Streitigkeiten ist. In der öffentlichen Kommunikation wurden politische Entwicklungen nicht kommentiert, stattdessen wurden die gewohnten Reiseerlebnisse und die langjährigen kulturellen Verbindungen hervorgehoben. Dieser Ansatz spiegelt die Bedeutung von Vorhersehbarkeit und Verbrauchervertrauen für die Branche wider, anstatt politische Signale auszusenden.
US-Reiseziele, die ihre Werbemaßnahmen reduziert haben, bezeichnen dies als administrative oder budgetäre Entscheidungen und nicht als Änderung der Tourismuspolitik. Kanadische Reisende dürfen weiterhin gemäß den geltenden Bestimmungen in die USA einreisen, und es gibt keine Reisewarnungen der US-Regierung, die Reisen in die USA oder umgekehrt einschränken. Trotzdem deuten Stimmungsindikatoren darauf hin, dass die öffentliche Wahrnehmung weiterhin Einfluss auf Reiseentscheidungen hat, selbst ohne regulatorische Änderungen.
Führende Vertreter der Tourismusbranche betonen, dass die Erholung des grenzüberschreitenden Reiseverkehrs allmählich und uneinheitlich verläuft und von vielfältigen wirtschaftlichen und sozialen Faktoren beeinflusst wird. Fluggesellschaften und Beherbergungsbetriebe passen ihre Kapazitäten weiterhin an die Nachfrage an. Während Kanadas Kommunikation mit den USA nach wie vor offen und einheitlich ist, verdeutlichen die unterschiedlichen Ansätze, wie sich Tourismusstrategien in Zeiten bilateraler Spannungen auch ohne formelle politische Maßnahmen unterscheiden können.
Der Beitrag „Kanada sendet klare Willkommensbotschaft an amerikanische Reisende inmitten des Rückzugs des US-Tourismus“ erschien zuerst in der Highlander Newspaper .
