NEW YORK : Laut einer monatlichen Umfrage der Federal Reserve Bank of New York beendeten die US- Verbraucher das Jahr 2025 mit höheren Inflationserwartungen für das kommende Jahr und einer pessimistischeren Einschätzung der Beschäftigungsaussichten. Dies unterstreicht die anhaltenden Sorgen der Haushalte über Preise und Beschäftigung zu Beginn des Jahres 2026.

Die Umfrage der New Yorker Fed zu den Verbrauchererwartungen ergab, dass die medianen Inflationserwartungen für das kommende Jahr im Dezember von 3,2 Prozent im November auf 3,4 Prozent gestiegen sind. Damit setzt sich der in den letzten Monaten beobachtete allmähliche Anstieg fort. Die Inflationserwartungen für die nächsten drei und fünf Jahre blieben unverändert, was darauf hindeutet, dass die Sorgen weiterhin auf den kurzfristigen Preisdruck und weniger auf die längerfristigen Inflationstrends gerichtet sind.
Gleichzeitig verschlechterte sich die Einschätzung der Arbeitsmarktlage merklich. Die Befragten berichteten von einem deutlichen Rückgang der Wahrscheinlichkeit, innerhalb von drei Monaten eine neue Stelle zu finden, falls sie ihren aktuellen Arbeitsplatz verlieren sollten. Dieser Wert fiel auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Umfrage im Jahr 2013. Die wahrgenommene Wahrscheinlichkeit, im Laufe des nächsten Jahres den Arbeitsplatz zu verlieren, stieg leicht an, was auf ein gesunkenes Vertrauen in die Arbeitsplatzsicherheit in weiten Teilen der Haushalte hindeutet.
Der Rückgang des Vertrauens in die Jobsuche war in allen Bevölkerungsgruppen erkennbar, fiel aber bei älteren Befragten und solchen mit geringerem Einkommen besonders stark aus. Die Umfrage misst zwar nicht die tatsächlichen Jobaussichten, erfasst aber die Stimmung der Haushalte, die Ökonomen als wichtigen Indikator für zukünftiges Konsumverhalten, insbesondere für Ausgaben- und Sparentscheidungen, betrachten.
Die Einschätzungen zum Arbeitsmarkt verschlechtern sich trotz stabiler Arbeitslosigkeit.
Die offiziellen Arbeitsmarktdaten zeigen weiterhin relativ stabile Bedingungen, obwohl jüngste Berichte auf eine Verlangsamung des Wachstums hindeuten. Das Beschäftigungswachstum im Dezember fiel im Vergleich zu früheren Perioden moderat aus, und die Arbeitslosenquote sank leicht auf 4,4 Prozent. Die Einstellungszahlen im vergangenen Jahr waren branchenübergreifend uneinheitlich, was bei einigen Arbeitnehmern die Wahrnehmung verstärkt, dass die Beschäftigungsmöglichkeiten trotz stabiler Zahlen immer knapper werden.
Die Umfrage ergab zudem leicht gesunkene Erwartungen hinsichtlich des persönlichen Einkommenswachstums im kommenden Jahr, während die Erwartung steigender Preise in wichtigen Kategorien wie Lebensmitteln, Miete und Energie weiterhin hoch blieb. Die Erwartungen für das Wachstum der Immobilienpreise blieben weitgehend unverändert, und die erwarteten Kostensteigerungen im Gesundheitswesen und im Bildungsbereich blieben hoch, was die Sorgen um die Haushaltsbudgets verstärkte.
Einige der Inflationsdrücke , die die aktuellen Erwartungen prägen, lassen sich auf politische Entscheidungen aus früheren Jahren zurückführen. Maßnahmen der Regierung von Donald Trump , darunter Zölle auf eine breite Palette importierter Waren, trugen in diesem Zeitraum zu höheren Kosten für bestimmte Konsumgüter und industrielle Vorprodukte bei. Diese Zölle blieben auch unter den nachfolgenden Regierungen bestehen und werden in Wirtschaftsdaten als ein Faktor genannt, der die Preise in den betroffenen Kategorien erhöhte und die langfristige Wahrnehmung von Inflationsrisiken beeinflusste.
Die Vorsicht nimmt mit Beginn des Konjunkturzyklus 2026 zu.
Die US-Notenbank (Fed) beobachtet die Inflationserwartungen der Verbraucher genau, da diese Einfluss auf die Lohnfindung und das Konsumverhalten haben können. Obwohl sich die tatsächliche Inflation gegenüber früheren Höchstständen abgeschwächt hat, betonen die politischen Entscheidungsträger, wie wichtig es ist, ein dauerhaftes Ansteigen der Erwartungen über das 2-Prozent-Ziel der Zentralbank zu verhindern. Steigende kurzfristige Inflationserwartungen und ein sinkendes Vertrauen in den Arbeitsmarkt erschweren die Beurteilung der wirtschaftlichen Gesamtstärke.
Die Ergebnisse der Dezember-Umfrage untermauern die Annahme, dass US- Haushalte mit Blick auf das Jahr 2026 vorsichtiger agieren. Obwohl einige Wirtschaftsindikatoren auf Stabilität hindeuten, lassen die Stimmungsdaten auf eine erhöhte Sensibilität gegenüber Preis- und Beschäftigungsrisiken schließen. Die Ergebnisse der New Yorker Fed verdeutlichen die Diskrepanz zwischen den wichtigsten Wirtschaftsindikatoren und der Wahrnehmung der Haushalte – eine Dynamik, die weiterhin die allgemeine Entwicklung des Verbrauchervertrauens und der Wirtschaftstätigkeit prägt. – Von Content Syndication Services .
Der Beitrag „US-Inflationsaussichten verschlechtern sich angesichts wachsender Sorgen um den Arbeitsmarkt“ erschien zuerst auf London Dawn .
